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Let's talk. What is your opinion on the challenges facing public media houses? What do you think of the proposals in the Manifesto?

Here you get back to the overview.

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Hendrik SittigGegorKurt BaltisbergerPeter DreyerRoman Hatz Recent comment authors
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Stefan Pannen
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Lieber Konrad Weber, ich finde die Diagnose treffend und die Liste der Unterzeichner beeindruckend. Das Manifest selbst ist jedoch, mit Verlaub, denkbar vage. Der zentrale Satz müsste in meinen Augen lauten: Wie schaffen wir es, unseren öffentlich-rechtlichen Anspruch aufrecht zu erhalten und uns gleichzeitig im digitalen Zeitalter zu behaupten? Nachgelagert wäre die Frage zu stellen: Wie schaffen wir ZEITNAH mit der Marktmacht und der finanziellen Power der Öffentlich-Rechtlichen digitale Verbreitungswege, mit denen wir einerseits breite Publika erreichen, andererseits aber un- oder zumindest nicht alleine abhängig von den unkontrollierbaren, gegenwärtigen Playern im Netz sind. Und drittens: Was ist öffentlich-rechtlicher Content im… Read more »

Gegor
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Handelt es sich wirklich um Unterzeichner? Es ist ja von „Mitdenkern“ die rede.

Den dritten Punkt würde ich – aus eigener Erfahrung – auf jeden Fall mit ja beantworten. Das zeigen auch ensprechende Projekte. Leider ist dies natürlich keine flächendeckende Bereitschaft.

stefan m. seydel
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Philipp Landmark
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Weitgehend mit dem Manifest einverstanden – bis auf den wunden Punkt, der im Hause SRG gerne vernachlässigt wird, das Verhältnis zu den privaten Medien. Diese haben nicht «eine andere Aufgabe», sondern leisten ihrerseits einen eminent wichtigen Beitrag zum Service public. Die Legitimität allen Tuns der SRG misst sich an der ursprünglichen, in der Verfassung verbrieften privilegierten Stellung: Sie solle das tun, was Private nicht leisten können. Gemeint waren damals Radio und später Fernsehen. Nun wollen die einstigen Rundfunkhäuser genau gleich wie die einstigen Verlage ihr Glück im Digitalen Universum versuchen. Das ist aus unternehmerischer Sicht der SRG nachvollziehbar, steht aber… Read more »

Kurt Baltisberger
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Kurt Baltisberger

Falsch: die Verfassung verlangt einen umfassenden Leistungsauftrag für alle Radios und TVs; sie sagt nicht, dass die SRG nur das tun soll, was die Privaten nicht können. Zudem wollen die Privaten ja gar keine Leistung erbringen, deshalb haben die meisten Privatradios ihre Konzessionen zurückgegeben.

Fiona
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Fiona

Lieber Konrad Weber, mich würde interessieren: Warum ein Manifest?

Werner Bechtel
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Am Punkt 4 vom Manifest Stichwort Ausgewogen happerts, aber gewaltig. Über Nichtberichterstattung ist Beanstandung nicht möglich. Blum schreibt: Kein Recht auf Antenne, aber ich habe Recht auf Ausgewogen. Was nicht berichtet oder viel zu wenig berichtet wird: Energiestrategie: – Erneuerbare brauchen Jahresspeicher. Realisierbarkeit, Menge und Kosten fehlt. – Option Kernenergie fehlt seit 4 Jahren, obwohl IPCC das empfiehlt. – Drohende Strommangellage durch Erneuerbare fehlt. Laut BABS grösstes Risiko Schweiz. – Position SVP zu es2050 fehlt Rahmenabkommen / Zuwanderung: – Nachteile Zuwanderung fehlt. (BIP/Kopf, Industrie, Infrastruktur, Sozialwesen) – Position SVP Rahmenabkommen , die Nachteile Position SVP fehlt. – Asyl, Schengen zu,… Read more »

Roman Hatz
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Roman Hatz

Erstmal vielen Dank für diese Initiative, ist gut gemacht und wird hoffentlich etwas bewegen. Mich hat es dazu bewogen mich hier äussern zu wollen. Was für mich etwas zu kurz kommt ist der historische Blick. Die Legitimität des ÖRR (= öffentlich rechtlicher Rundfunk) ist historisch der Gewaltenteilung von Staat und Medien und einem demokratietheoretisch aufgeladenen Öffentlichkeitsbegriff zu verdanken. „Sie entstanden vor über einem halben Jahrhundert mit dem Anspruch, sämtliche Bevölkerungsgruppen mit einem linearen Vollprogramm erreichen zu können.“ Für die BBC stimmt das teilweise. Fast alle anderen ÖRR (= öffentlich rechtlicher Rundfunk) waren eine Reaktion auf die Nazi Propaganda: es wurde… Read more »

Peter Dreyer
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Peter Dreyer

Punkt 8 klingt gut, als SRG-Nutzer habe ich leider noch nichts davon bemerkt. Deshalb: Wie bezieht die SRG eigentlich ihr Publikum aktiv ein? Welche Möglichkeiten zur Teilhabe bestehen? Und ev. noch viel wichtiger: Ist es den SRG-Medienschaffenden wirklich ernst dem Publikum zuzuören und es einzubeziehen?

Hendrik Sittig
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Lieber Herr Weber und „Mitdenker“, das ist eine gute Initiative und ich wünsche viel Erfolg! Es ist angesichts der gefühlt stetig größer werdenden Kritik-Welle am öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR) dringend nötig, die internen Debatten zur Verbesserung der eigenen Programme, der Ansprache der Gebühren/Beitragszahler und des Bewusstseins der eigenen Rolle und Aufgaben in der Demokratie zu verstärken. Der ÖRR ist als wichtiger Bestandteil in einer demokratischen Gesellschaft gegründet worden und hat seine Funktion nach wie vor nicht verloren. Was gibt es besseres für die Demokratie als einen politisch und wirtschaftlich unabhängigen Rundfunk, der mit vertrauenswürdiger und glaubhafter Berichterstattung überzeugt? Ich möchte als… Read more »

Roman Hatz
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Roman Hatz

Herr Sittig, Sie schreiben „ÖRR ist als wichtiger Bestandteil in einer demokratischen Gesellschaft gegründet worden und hat seine Funktion nach wie vor nicht verloren“. Forsch gefragt: Ist das ein idealisierte Begründung, die einer Vorstellung nachhängt, die nicht mehr zeitgemäss ist? Erstens zum Ursprung des ÖRR. Konrads Satz in der Einleitung ÖRR wurde gegründet, dass man überhaupt ein Programm hatte, ist eng gefasst korrekt. Die BBC etwa wurde 1922 von Elektrogeräteherstellern zur gemeinsamen Absatzsteigerung gegründet. In Deutschland gab es vor der Übernahme durch die Nazis die Reichs-Rundfunk-Gesellschaft, einem mehrheitlich gebührenfinanzierten Rundfunk, der vorrangig einen Unterhaltungsrundfunk für die Allgemeinheit erschaffen wollte. Es… Read more »